Erinnern heißt Verantwortung übernehmen – Holocaust-Gedenktag am 27. Januar

Am 27. Januar gedenken wir weltweit der Millionen Menschen, die während des Holocausts von den Nationalsozialisten verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Dieses Datum ist bewusst gewählt:
Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Armee der Sowjetunion (UdSSR) das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Auschwitz steht heute symbolisch für die grausamen Verbrechen des Holocausts und für das Leid von über sechs Millionen jüdischen Menschen sowie vieler weiterer Opfergruppen.

Der Holocaust-Gedenktag erinnert uns daran, dass diese Verbrechen nicht vergessen werden dürfen. Er mahnt uns, Verantwortung zu übernehmen, aus der Geschichte zu lernen und jeder Form von Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung entschieden entgegenzutreten.
Auch wir als Karl-Lehr-Realschule haben uns intensiv mit diesem Gedenktag auseinandergesetzt. In kleinen Gruppen haben wir 10. Klässler gemeinsam Datenblätter der Zentralen Datenbank der Namen der Holocaustopfer vom Yad Vashem durchsucht, die den Opfern des Holocausts ein Denkmal setzt. Dabei wurde deutlich: Hinter den unvorstellbar großen Zahlen stehen einzelne Menschen – mit Namen, Gesichtern, Familien und Zukunftsplänen, die ihnen gewaltsam genommen wurden.

Zusätzlich beteiligen wir uns an der internationalen #WeRemember Social-Media-Aktion. Diese Aktion ruft Menschen weltweit dazu auf, öffentlich an die Opfer des Holocausts zu erinnern und ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.
Durch unsere Beiträge möchten wir zeigen, dass Erinnerung auch heute noch wichtig ist und dass wir als junge Generation Verantwortung tragen, diese Geschichte weiterzugeben.
Um das Gedenken noch persönlicher zu gestalten, drehen wir, die Klassen 10a und 10b, ein Video, in dem einzelne Opfer des Holocausts ein Gesicht bekommen.Wir halten Bilder und Namen hoch, um den Menschen ihre Identität zurückzugeben. Unser Ziel ist es, nicht nur historische Fakten zu vermitteln, sondern Mitgefühl zu wecken und den Opfern mit Respekt zu begegnen.
Der Holocaust ist kein fernes Kapitel der Geschichte. Er zeigt, wozu Hass, Gleichgültigkeit und Ausgrenzung führen können.Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, hinzuschauen, sich zu informieren und für Menschlichkeit, Toleranz und Respekt einzustehen.

Mit unserer gemeinsamen Arbeit möchten wir erinnern und Verantwortung übernehmen. Denn Erinnerung bedeutet nicht nur, zurückzublicken, sondern aktiv dafür zu sorgen, dass sich solche Verbrechen niemals wiederholen: „Nie wieder ist jetzt“!

Nur Miri 10b
Schulsprecherin